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Suck (Garagepunk, D)
30.09.2022 20:00
Große Elbstrasse 84
22767 Hamburg Altona-Altstadt
Hafenklang
040-388744
Zwischen tiefer BLACK SABBATH-Liebe und 70s-Punk-Verneigung.

„Kennste SUCK?“ „Jau, die musste unbedingt live sehen!“ So ungefähr verlaufen die Gespräche, wenn man sich im Punk-informierten Teil des Bekanntenkreises umhört. Zumindest in Berlin und Umgebung, wo für einige der musikalische Erstkontakt in der Berghain Kantine im Vorprogramm von AMYL AND THE SNIFFERS erfolgte, für deren 2019er-Tour SUCK den Support gaben. Kein leichter Stand eigentlich – und weil sie dort überzeugten, hinterließ die Punkband aus Kassel einen bleibenden Eindruck. Was in einem Text wie diesem unweigerlich zur Frage führt: Ist es eigentlich Fluch oder Segen für die Promotion eines Debütalbums, eine fantastische Live-Band zu sein? Anstelle einer weit ausschweifenden, fein ziselierten, kulturjournalistischen Antwort sei an dieser Stelle empfohlen, einfach mal den Opener „Rip It“ aufzudrehen. Man kann diese Frage nämlich essayistisch beantworten, oder so wie SUCK es hier tun: Mit einem Drum-Intro, das klingt, als wolle man die nächstbeste Tür eintreten, und einer Explosion aus Aggression, Kreisssägen-Gitarren, Melodie, Bass-Brummen und einer Stimme, die einen unweigerlich zur Erkenntnis führt, dass es keine adäquate Übersetzung für das wundervolle britische Wort „snarling“ gibt. Der melodische, breitkreuzige, aber niemals testosteron-übersteuerte Sound der Band aus Kassel pegelt sich hier irgendwo zwischen tiefer BLACK SABBATH-Liebe und 70s-Punk-Verneigung ein. Und SUCK klingen dabei halt, als hätten sie bei den Aufnahmen noch eine Wagenladung Fans mit ins Studio gestellt. Der Livesound, in den sich viele bei den SUCK-Konzerten verliebt haben, wurde sozusagen perfekt eingefangen, luftdicht verpackt und auf Vinyl, CD oder in MP3s gepresst, wo er sich in dem Moment entlädt, in dem man auf „Play“ drückt.
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