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Lesung aus „Sju dagar i august“ von und mit Brit Bildøen
(Gesellschaftszimmer UG)
Die norwegische Autorin Brit Bildøen liest aus ihrem Roman Sju dagar i august und spricht über Literatur und Terror, 15 Jahre nach dem Terroranschlag vom 22. Juli 2011 in Norwegen.
Im Verlauf einer Augustwoche erleben Sofie und Otto eine Reihe kleiner Unglücke. Für sich genommen, stellt keines dieser Ereignisse einen ernsten Zwischenfall dar, allerdings offenbaren sie kleinere und größere Risse sowohl in der Ehe, bei der Arbeit als auch in der Gesellschaft um sie herum. Droht etwa alles auseinanderzufallen? Oder verweisen diese Unglücke etwa auf eine größere Lebenskatastrofe? Der Roman spielt in der nahen Zukunft. Sofie arbeitet im Munch-Museum im Stadtteil Bjørvika, Otto ist Vorsitzender von FROM, dem Verein für Roma. Sie leben in Tøyen, einem Viertel Oslos. Die Wahl der Arbeit wie auch des Wohnorts sind Teil ihrer Überlebensstrategie. Acht Jahre sind seit dem Terrorangriff vergangen, bei dem Sofie ihre Tochter verlor. Bis zu dieser Woche im August hat das Ehepaar einfach funktioniert. Doch wie lange kann die Trauerarbeit eine gemeinsame Aufgabe sein? Während Regenstürme wüten und sich die Konflikte auftürmen, wird Sofie und Otto klar, dass sie nicht weiterleben können wie zuvor.
Die norwegische Autorin Brit Bildøen schafft es in ihrem Roman Sju dagar i august auf beeindruckende Weise, die Auswirkungen des Schreckens durch den Terroranschlag auf einzelne Menschen einfühlsam, eindringlich und authentisch nachzuempfinden. Zugleich öffnet sie über ihre Protagonisten auch den Horizont und zeigt in groben Zügen auf, welche Folgen dieses menschenverachtende Verbrechen in der gesamten norwegischen Gesellschaft bis zum heutigen Tag verursacht hat.
Veranstaltet von: Institut für Skandinavistik, Uni Münster
Kontakt: magnus.enxing@uni-muenster.de
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Eintritt frei